Warum braucht es die Waldameisen?

Müll ist allgegenwärtig. Vor der Haustüre, am Straßenrand, auf dem Weg zur Arbeit, in Wiesen und Wäldern, am Strand und im Meer. Selbst auf dem Mount Everest, ja sogar im Weltraum ist Müll in der Zwischenzeit ein Problem. Wir Menschen „müllen“ die Erde zu. Wissenschaftler sprechen schon von meinem eignen Erdzeitalter dem „Anthropozän“, welches später mal anhand einer Müllschicht, die sich über den Planeten zieht, erkennbar sein wird.

Neben den vielen Herausforderungen unserer Zeit, ist Müll bzw. die Müllvermeidung eine der größten Herausforderungen. Seien es die Müllberge an Stränden, Plastikinseln und Microplastik in den Ozeanen oder der Müll in den Ökösystemen an Land. Der Müll wird immer mehr und die Verschmutzung der Natur nimmt leider immer nachhaltiger zu.

Es gibt bereits viele sehr gute Initiativen, die versuchen, das Problem im Großen wie im Kleinen zu lösen. Globale Organisationen, regional Initiativen sowie das persönliche Engagement vieler einzelner Menschen. Alle Maßnahmen sind willkommen, reichen aber bei weitem nicht aus. Wir brauchen eine globale Bewusstseinsänderung, wir brauchen eine komplett andere Haltung der Menschen zu Müll.

Die Wald-Ameisen sind eine weitere Initiative, die das Ziel hat, einen Beitrag zu leisten. Unsere Vision ist ein Wald ohne Müll. Egal welcher Wald. Wald sollte ein natürlicher Lebensraum für Menschen und Tiere sein. Müll hat hier nichts zu suchen. Der Müll muss raus aus dem Wald!

2020 starten wir im ganz kleinen Maßstab im Königsdorfer Forst. Der Königsdorfer Forst liegt nur etwa 15 km westlich von Köln auf dem Rücken der Ville, eines bewaldeten Höhenzugs westlich von Köln. Aufgrund des Braunkohleabbaus und der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung ist in der Region viel Wald verloren gegangen, so dass der Königsdorfer Forst mit etwa 330 Hektar heute den größten zusammenhängenden Laubwald aus Buchen und Eichen auf sogenanntem unverritztem, das heißt nicht durch den Bergbau veränderten Boden auf der Ville-Hochfläche darstellt.

Der Königsdorfer Forst ist ein Naherholungsgebiet vor der Toren Kölns. Er zieht Besucher aus der unmittelbaren Umgebung wie auch aus der Millionenstadt Köln an. Hier beginnt das Problem. Viele Besucher bringen Müll mit und hinterlassen diesen bewusst oder unbewusst im Wald. Gerade in Perioden, in denen Menschen gerne in den Wald fahren, ist ein anstieg der Müllmengen zu beobachten. Es fehlt am Bewusstsein, dass niemand diesen Müll wieder wegmacht und an der Haltung, grundsätzlich keinen Müll im Wald zu hinterlassen.

„Ein Wald ohne Müll“ ist die Vision der Wald-Ameisen. Um diese Vision im Königsdorfer Forst Wirklichkeit werden zu lassen, sind folgende Maßnahmen geplant:

1. Regelmäßige Müllsammlung im Wald um das Problem direkt zu beseitigen.

2. Aktivierung und Inspiration weiterer Helfer (Wir nennen sie „Waldameisen“) zur Bekämpfung des Mülls über die Sozialen Medien und PR-Maßnahmen.

3. Aufstellung von Sammelbehältern an allen großen Parkplätzen und Rastplätzen im Wald.

4. Aufstellung von Informationstafel um auf das Problem Müll aufmerksam zu machen und für eine andere Haltung sowie die Mithilfe aller Waldbesucher zu werben.

5. Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen die den Wald ebenfalls schützen wollen.

6. Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, das Problem Müll zu Thematisieren und an der Haltung der Waldbesucher „zu arbeiten“.

Wie kann man uns unterstützen?

1. Rausgehen und einfach machen! Müllsammeln kann jeder. Beim nächsten Waldbesuch eine Tüte mitnehmen und Müll sammeln.

2. An organisierten Müll-Wanderungen teilnehmen. Regelmäßig wandern wir gezielt Waldwege ab und sammeln Müll. So wollen wir den Wald systematisch bearbeiten und reinigen.

3. Weitersagen, inspirieren und informieren. Werde eine Waldameise und erzähle deinen Freunden und Bekannten davon. Inspiriere sie, es dir nachzumachen.

4. Spenden hilft auch. Auch Waldameisen brauchen Geld für Materialien, Müllbehälter, Infotafeln usw. schon kleine Beiträge helfen uns.

Fühlst Du Dich angesprochen? Willst Du mithelfen? Dann nimm gerne Kontakt zu uns auf!

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